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Wer zahlt den Schaden bei Einbruch?

Einbruchschutz optimieren durch Schwachstellenanalyse vom Fachmann

Ein Einbruch bringt in der Regel diverse Schäden mit sich. Davon können Fenster und Türen betroffen sein, aber durchaus auch Wohnungsinterieur, das den Einbrechern im Weg stand. In einem Einfamilienhaus ist die Sachlage klar. Der Vermieter muss den Schaden selbst beheben oder dies in Auftrag geben. Dies geht finanziell zu seinen Lasten oder zu Lasten seiner Versicherung. Doch wie sieht es eigentlich im Fall einer Mietswohnung aus. Muss der Mieter den Schaden bezahlen oder kommt der Vermieter für die Reparaturen auf?

Pflichten des Vermieters

Als Vermieter haben Sie eine Instandhaltungspflicht, die auch im Falle eines Einbruchs greift. Im Klartext bedeutet dies, dass Sie für die Reparaturen von Fenstern und Türen aufkommen müssen. Zwar können Sie theoretisch einen Schadensersatzanspruch dem Einbrecher gegenüber geltend machen, aber dafür müssen Sie ihn auch erst einmal ausfindig machen. Um sich vor horrenden Kosten zu schützen, die aus einem Einbruch und den daraus einhegehenden Schäden am Fenster und an den Türen resultieren können, sollten Sie als Vermieter eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Dazu sind Sie als Vermieter zwar nicht verpflichtet, jedoch sollte ein Verzicht darauf wohlüberlegt sein. Die Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel Schäden ab, die durch Sturm, Hagel, Feuer, Explosion, Blitzschlag, Frost und Leitungswasser entstehen. Einbruchschäden gehören im Standard-Leistungspaket nicht dazu, deshalb sollten Sie die Versicherung als Vermieter unbedingt um eine Einbruchdiebstahl- und Raubversicherung erweitern. So sichern Sie sich selbst und die Wohnung des Mieters für den Fall der Fälle ab.

Möglichkeiten des Mieters

Sollten Sie als Vermieter keine Wohngebäudeversicherung mit Einbruch-Abdeckung besitzen, kann der Mieter die Kosten für zum Beispiel aufgebrochene Fenster über seine Hausratversicherung geltend machen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur, wenn das beschädigte Fenster oder die beschädigte Tür direkt an den versicherten Hausrat angrenzen oder ihn umschließen. Erfolgt der Einbruch also über eine Kellertür oder eine Eingangstür im Mehrfamilienhaus, ist die Hausratversicherung hier nicht mehr zuständig. Als Vermieter sollten Sie sich zudem nicht darauf verlassen, dass die Hausratversicherung Ihres Mieters einspringt, denn dazu ist sie nicht verpflichtet. Tatsächlich ist es so, dass viele Mieter gar keine Hausratversicherung haben. In dem Fall müssen Sie die Kosten selbst tragen. Um Situationen wie diese zu vermeiden, sollten Sie eine Hausratversicherung deshalb zu einer Bedingung machen, wenn ein neuer Mieter in Ihr Mehrfamilienhaus einzieht. Aber selbst dann sollten Sie sich auf die Hausrat Versicherung Ihres Mieters nicht verlassen, denn gesetzlich sind Sie als Vermieter dazu verpflichtet die Schäden zu beseitigen, wenn sie nicht aus dem alltäglichen Mietgebrauch stammen. Die Hausrat Versicherung muss dafür also nicht aufkommen.

Schützen Sie sich als Vermieter

Als Vermieter können Sie sich jedoch nicht nur durch den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung schützen, sondern auch durch vorbeugende Maßnahmen gegen Einbrüche. Zwar werden Sie hier erst zur Kasse gebeten, aber letztendlich können Sie diese Kosten auf Ihre Mieter umlegen. Wenn Sie die Sicherheit in Ihrem Mietshaus erhöhen, gilt dies als Verbesserung und somit als Modernisierung. Modernisierungsmaßnahmen beinhalten zum Beispiel den Einbau von Türspionen, Rollläden, Gegensprechanlagen, Vergitterungen der Kellerfenster und die Ausstattung mit Sicherheitsschlössern. Überlegen Sie es sich also am besten gleich, ob Modernisierungsmaßnahmen für Sie nicht der richtige Weg sind, um dem Einbrecher das Handwerk schwer zu machen. Im Endeffekt kann man damit nichts verkehrt machen. Lassen Sie sich am besten vom Fachmann zu dem Thema beraten. In der Regel kommen die Unternehmen gerne zu Ihnen raus, um sich einen Rundumblick zu verschaffen und Ihnen auf dieser Basis einen Kostenvoranschlag zu erstellen. Lassen Sie prüfen, welche Modernisierungsmaßnahmen bei Ihnen Sinn machen. In Verbindung mit einer Versicherung kommt dies der Sicherheit Ihrer Mieter zugute und vermiest dem Einbrecher die Tour. Die Frage „Wer zahlt den Schaden bei Einbruch?“ ist somit in der Regel mit „der Vermieter“ zu beantworten, es sei denn er hat eine Versicherung, die Einbruchdiebstahl beinhaltet und für Schäden dieser Art aufkommt.

Foto: www.pixabay.com

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