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Wenn der Schlüsseldienst nicht bezahlt wird…

Das Phänomen der Abzocke beim Schlüsseldienst konzentriert sich permanent darauf, dass Schlüsseldienste überteuerte Angebote präsentieren. Wie ist es aber, wenn der Kunde, und das zu Unrecht, den Schlüsseldienst nicht zahlt und ihm nach Öffnen der Türe diese vor der Nase zuschlägt wie „Hans im Glück“? Wie kann sich der Anbieter hier wehren?

Die Schlüsseldienste sprechen von der Abzocke bei Noteinsätzen. Gerade in Städten wie Dortmund, Hamburg oder München werden Schlüsseldienste stündlich mehrfach gebucht. Natürlich kommt hier automatisch mehr Geld in die Kasse, aber das schnelle Geschäft machen sich die schwarzen Schafe unter den Kunden zunutze. Fehleinsätze und nicht eintreibbare Forderungen sind somit ein großes Problem bei den Schlüsseldiensten.

Notsituation ausnutzen

Das Ausnutzen von Notsituationen zeigt sich meist in der überteuerten Preislage von Schlüsseldiensten. Aber ein Schlüsseldienst in Berlin hat jetzt gezeigt, dass auch Kunden die Anbieter um ihren Lohn und die Auslagen bringen können. Diese Forderungen können die komplette Kalkulation des Betriebes durcheinanderbringen. Am Ende zeichnet sich das dadurch, dass seriöse Betriebe mit einer Preiserhöhung rechnen müssen. Das zeigt sich bei jedem 10. Auftrag so. Allerdings sind die Tatsachen selten juristisch eintreibbar.

Oft wird hier mitten in der Nacht der Schlüsselnotdienst angerufen, wenn sich eine Person ausgeschlossen hat und dringend um Hilfe bittet. Natürlich rettet der Notdienstmonteur den Anrufer aus seiner misslichen Lage. Allerdings kommt der Schrecken nach getaner Arbeit, wenn der Hilfesuchende behauptet, ob nun wahr oder nicht, dass er Sozialhilfeempfänger sei und kein Geld hätte. Das führt oft dazu, dass die Türe vor der Nase zugeschlagen wird.

Forderungen müssen rechtlich eingetrieben werden

Eintreten darf der Monteur nicht, denn das wäre Hausfriedensbruch. So bleiben ihm nur rechtliche Wege.
Der Geschäftsführer des Berliner Schlüsseldienst, Michael Seibel, erklärt, dass in einem von zehn Fällen ein solcher Betrug begangen wird. Vor allem aber betrügen sich diejenigen, die den Dienst nicht zahlen können, auch selbst. Denn sie brauchen zwar einen Türöffner, müssen aber auch mit dem Rechtsweg rechnen, wenn sie die Kosten dafür nicht tragen können.

Die Bereitschaftsbranche muss entsprechend hohe Kosten kalkulieren, um die Verluste wieder hereinzuholen. Hier belaufen sich die Werbungskosten auf 50% des Gesamtumsatzes, Arbeitsmittel müssen gezahlt werden. Die Wochenendzuschläge aus der Branche kommen hinzu und müssen ebenfalls umgesetzt werden. Schlussendlich zeigt sich somit auch hier, dass die Selbstständigkeit ein risikoreiches Geschäft ist.

Quelle: http://www.02elf.net/panorama/bei-noteinsaetzen-von-kunden-abgezockt-schluesseldienst-weist-auf-problematik-von-fehleinsaetzen-und-nicht-eintreibbaren-forderungen-hin-foto-421324

Bildquelle: azken_tximinoa / Foter / CC BY

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