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Waffenkontrolle durch Polizei bringt Leiche hervor

München, April 2014: Die Polizei findet bei der Routine-Kontrolle einen Toten. In München keine neue Begebenheit, dennoch immer wieder eine negativ behaftete Situation. Die Routine hatte mit einer ebenfalls regelmäßigen Banalität im Polizei-Alltag zu tun: Die Waffe eines 32-jährigen, der seine Besitzerlaubnis verloren hatte, sollte sichergestellt werden. Er war aus dem Schützenverein ausgetreten. Die Waffe sollte nun konfisziert werden. In der Wohnung traf die Polizei allerdings nur noch auf die Leiche des jungen Mannes.

Zunächst machten sich Mitarbeiter aus dem Kreisverwaltungsrat auf den Weg zur Wohnung des 32-jährigen …

Als dieser die Tür nicht öffnete, musste nach Vorschrift die Polizei hinzu gerufen werden. Die Beamten brachten einen Schlüsseldienst mit. Kurz bevor sie die Tür öffnen konnten, hörten sie einen Knall und ein Zischen und fanden wenige Sekunden darauf nach dem Öffnen der Türe den Wohnungsinhaber vor. Zur Todesursache werden aber laut Polizeisprecher Wolfgang Wenger keine weiteren Angaben gemacht.

Allerdings fand die Polizei in der Wohnung drei Leuchtfackeln, die an Kunststoffkanistern befestigt waren, in denen brennende Flüssigkeit vorhanden war. Der Kunststoff hatte durch Schmelzen Rauch verursacht. Des Weiteren wurden zwei Pistolen mit 1000 Schuss Munition gefunden, daneben zehn Kanister von brandfördernder Flüssigkeit, von denen sieben Stück mit Zündvorrichtungen versehen waren. Messer, Softairwaffen und Gaspistolen wurden ebenfalls gefunden. Daraufhin wurde das Haus zur Sicherheit geräumt.

Leichen aufsammeln gehört nicht zum Alltag eines Schlüsseldienstes

Was hier für die Polizei deutlich routinierte Arbeit und spätere Recherche für die Justiz in einem Todesfall bedeutet, zeigt sich für den Schlüsseldienstbetrieb als Ausnahme. Natürlich wird der Mitarbeiter des Schlüsseldienstunternehmens nach der Türöffnung sofort den Ort verlassen können und dürfen, denn seine Arbeit ist getan. Dennoch bleibt die Erinnerung und diese muss erst einmal in Vergessenheit geraten. Denn diese Fälle sind die Unangenehmsten und können, je nachdem, auch Gefahr bergen.

„Hinter jeder Türe ein Schicksal“, das berichtet auch Heiko Scharfe, der sich vor 10 Jahren als Schlüsseldienstfachmann selbstständig machte und schon mit einem solchen Fall zu tun hatte. Er betreibt sein Unternehmen in Halle und berichtete der Mitteldeutschen Zeitung von einigen Fällen.

Schlösser aufbohren, Schicksale entdecken, verdrängen, Mut machen, neue Schlösser einbauen. Chaos vorfinden: Für Heiko Scharfe inzwischen eine Routine. Zum Glück. Für die leichtere Aufnahme von Schicksalen und den Umgang mit Härtefällen. Denn auch das gehört zum Alltag eines Schlüsseldienstbetriebes.

Quellen:

http://www.focus.de/regional/bayern/zufaelliger-fund-polizei-findet-leiche-bei-routinekontrolle_id_3781337.html

http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/schluesseldienst-halle-hinter-jeder-tuer-ein-schicksal,20640778,25047732.html

Bildquelle: Ben Zvan / Foter / CC BY

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