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Schlüssellose Schließtechnik – Bluetooth-Türschlösser via Smartphone öffnen

Mittlerweile wird nicht mehr nur vom “Internet der Dinge” gesprochen, sondern man arbeitet daran. Dabei kommt es natürlich auch zu durchaus fragwürdigen Produkteinführungen. Bald soll alles mit Internet, in der Cloud und mit Smartphone gehen. Ob sich alle Zukunftsszenarien auf dem Massenmarkt durchsetzen werden, wird sich erst zeigen. Denn nicht jeder wird sich auf ein Produkt wie Wasserkocher mit WLAN stürzen. Doch es gibt Ideen und Produkte, die durchaus interessant sind und womöglich ihren Markt finden werden. Dazu gehört das schlüssellose Türschloss.

Bluetooth-Türschlösser – Türöffnung via Smartphone

Es gibt bereits erste Entwicklungsergebnisse für ein smartes Türschloss, welches sich mit dem Smartphone via Bluetooth öffnen lässt. Wer seinen Haus- oder Wohnungseingang mit einem schlüssellosen Schloss versehen kann, dem droht kein Ärger wegen verlorener Schlüssel mehr. Den Einsatz von teuren Schlüsseldiensten kann man sich sparen. Man muss sich auch keine Gedanken mehr über Verstecke wie Schlüssel unter der Fußmatte machen. Über Fragen Einbruchschutz und „sichere Schlüsselverstecke“ beraten der Schlüsseldienst Frankfurt und Berlin.

Eine ganze Reihe von neuen Unternehmen beschäftigt sich mit der Entwicklung dieser Türschlösser, die sich zum einen mit dem Smartphone öffnen lassen und zum anderen noch einige extra praktische Funktionen bieten.

Eines dieser Bluetooth-Türschlösser ist das August Smart Lock (rund 150 Euro). Eingebaut wird es, indem man es innen auf ein herkömmliches Türschloss aufsetzt. Laut Hersteller soll es mit rund 90 Prozent der meist gebrauchten Schlösser kompatibel sein. Die Herstellung der Verbindung von Schloss zum Smartphone geschieht via Bluetooth.

Wenn sich eine zugangsberechtige Person nahe am Schloss befindet, ist ein automatisches Entriegeln möglich. Das August Smart Lock gibt ein Warnung, wenn die AA-Batterien gewechselt werden müssen. Das Warnen geschieht rechtzeitig per Push-Nachricht auf dem Handy.

Der Smart Lock erlaubt, virtuelle Schlüssel an andere Personen zu verteilen. Mitunter ist es sinnvoll, dem Nachbarn oder einem Handwerker einen vorübergehenden Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Da die Zugangsberechtigung danach sofort wieder aufgehoben werden kann, gibt es kein Risiko nachgemachter Schlüssel oder sogenannter “Schwarzer Schlüssel“. Das Schloss von Smart Lock ist mit allen gängigen Smartphone wie iPhone, Android und Windows Phone 8 kompatibel.

Verwendung von Bluetooth und/oder WLAN

Neben dem August Smart Lock gibt es das Türschloss von Kevo (rund 160 Euro), welches einen ähnlichen Funktionsumfang bietet. Das Schloss ist in erster Linie für Smartphones der Marke Apple konzipiert. Ein kleines Extra bietet Kevo. Es gibt einen kleinen Schlüsselanhänger dazu, mit dessen Hilfe man das Schloss auch ohne Smartphone öffnen kann.

Zu den ersten Unternehmen, die ein Bluetooth-Türschloss entwickelt haben, gehört Lockitron. Der Hersteller setzt auf Bluetooth und WLAN. Damit kann ein Schloss jederzeit von unterwegs aus entsperrt werden. Das Lockitron Bluetooth Türschloss wird auf das vorhandene Türschloss aufgesetzt. Zu beachten ist hier, dass die Kompatibilität nur mit in den USA eingesetzten Schließsystemen getestet wurde. Es besteht dennoch die Wahrscheinlichkeit, dass auch die hierzulande eingesetzten Schlösser und Gegensprechanlagen unterstützt werden. Konfiguriert wird Lockitron über ein Webinterface. Anschließend lässt sich es via Smartphone-App (Bluetooth) oder SMS öffnet oder schließen. Dank einer mobilen Website ist die Steuerung von jedem Internet-fähigen Handy möglich. Für weitere Personen können Zutrittsrechte vergeben werden.

Ein smartes Türschloss zum Kampfpreis kommt von DanaLock. Der Hersteller bietet sein Schloss für einen vergleichsweisen günstigen Preis (etwa 125 US-Dollar zuzüglich Steuern. Neben Bluetooth wird der Z-Wave Standard unterstützt. Das in zwei Ausführungen hergestellte Produkt gibt es jeweils für den US-amerikanischen Markt und hierzulande.

Welche Nachteile haben Bluetooth-Türschlösser?

Die bisher auf dem Markt befindlichen Bluetooth-Türschlösser von Kevo bis Lockitron eignen sich dafür, den Alltag bequemer zu gestalten und Ärger zu vermeiden. Ein “smartes” Türschloss hat gewisse Nachteile vor allem hinsichtlich der Sicherheit. Hacker werden sich schnell den Bluetooth Türschlössern zuwenden, wenn diese über das Internet “ferngesteuert” werden können. Ob die Start Ups alle Sicherheitsbedenken ausräumen können und allein für sichere Lösungen sorgen werden, bleibt abzuwarten.

 

Wer sich eines der noch wenigen smarten Türschlösser zulegen möchte, muss prüfen, ob das Produkt mit der eigenen Schließanlage bzw dem Türschloss kompatibel ist. Bisher sind die Produkte fast nur für den nordamerikanischen Markt entwickelt worden. Das bedeutet auch, dass es nur englischsprachige Bedienungsanleitungen gibt. Extra Kosten für den Versand nach Deutschland können entstehen (event. Zollgebühren). Möglicherweise ist es besser solange zu warten, bis es smarte Türschlösser regulär in Deutschland im Handel zu kaufen gibt.

fotoquelle: Pixabay / CC0 Public Domain

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