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Schlüsseldienst bereichert sich an 83-Jährigen Feuchter

Wohl ein jeder hat sich schon einmal ausgesperrt. Ein Schlüsseldienst kann da Abhilfe schaffen. Doch es gibt viele schwarze Schafe in der Branche. Ein 83-jähriger Feuchter wurde Opfer von Abzockern.

FEUCHT – Es ist schnell passiert: Mal eben die Wäsche auf den Dachboden gebracht während des Telefonierens die Tür zugezogen und der Schlüssel steckt noch von innen und schon hat man sich ausgesperrt. Schlüsseldienste helfen aus der Misere, doch kommen sie den Kunden oft teuer zu stehen.

915 Euro musste ein Rentner aus Feucht bezahlen, weil er sich ausgeschlossen hatte. Er hatte die Firma aus dem Nürnberger Land, die einen Rund-um-die-Uhr-Service anbietet, am Sonntag angerufen. 640 Euro gab er dem Monteur sofort, mehr hatte er nicht im Haus. Als der Türöffner den restlichen Betrag abholen wollte, schritt der Hausmeister ein.

Zwar ist es üblich, dass die Einsatzpauschale am Wochenende und an Feiertagen doppelt so hoch ist, doch fast 1000 Euro lassen auch erfahrene Monteure den Kopf schütteln. „Das ist Betrug. Leider Gottes gehört die Mehrzahl in der Branche zu den schwarzen Schafen“, sagt Karl Bernhardt vom Schlüsseldienst Käppner in Feucht. Das Öffnen einer Tür koste sonntags im Normalfall 120 Euro, sofern die Tür nicht beschädigt ist. Es geht noch günstiger: Im Internet lassen sich Notdienste finden, die für Sonn- und Feiertage eine Pauschale von 78 Euro inklusive Anfahrt berechnen.

Ein Mitarbeiter des betreffenden Schlüsseldienstes aus dem Nürnberger Land begründet die ungewöhnlich hohe Rechnung damit, dass die Firma täglich rund um die Uhr einen Notdienst anbietet.

Bernhardt ist besagte Firma wohlbekannt. „Der angegebene Firmensitz exisitiert nicht, dort steht ein Privathaus.“ Das sei eine durchaus gebräuchliche Masche in der Branche. Ruft man unter der angegebenen Nummer an, wird man direkt in die Zentrale weitergeleitet, die dann Monteure entsendet – und eben nicht an eine Firma, die im Nürnberger Land sitzt. Laut Bernhardt läuft dieses System bundesweit.

Doch man kann sich gegen die Betrüger schützen. „Man muss immer vorher den Preis anfragen, am besten macht man gleich am Telefon einen Festpreis aus“, sagt Bernhardt. Sieht man sich doch mit horrenden Forderungen von Schlüsseldiensten konfrontiert, empfiehlt der Monteur, nicht zu bezahlen.

Allerdings muss es gar nicht so weit kommen. Wenn man sich aussperrt sollte man zuerst überlegen, ob es andere Möglichkeiten gibt, in die Wohnung oder ins Haus zu gelangen. In manchen Fällen kann es günstiger sein, eine Fensterscheibe einzuschlagen oder eine leichte Tür einzutreten. An Sonn- und Feiertagen empfiehlt es sich, die Nacht auswärts zu verbringen, um die Hälfte der Kosten zu sparen. Sogar ein Hotelzimmer kann preiswerter sein, als nachts oder am Wochenende einen Schlüsseldienst zu rufen.

Um keine unnötigen Anfahrtsgebühren zu bezahlen, sollte man sich an ortsansässige Schlüsseldienste halten und dies beim Telefonat erfragen. Auf das Telefonbuch ist dabei kein Verlass, denn oft lassen sich weit entfernte Firmen im örtlichen Register eintragen. Damit das Unternehmen zuerst in der Liste auftaucht, beginnt ihr Firmenname mit möglichst vielen „As“.

Bei echten Notfällen Polizei rufen

Bei echten Notfällen – etwa ein Baby, das allein in der Wohnung ist – hilft die Feuerwehr oder die Polizei unter den bekannten Nummern.

Wer nicht in die Situation kommen möchte, sollte sich nach Alternativen umschauen,AFL-24 der Club Mitglieder bezahlen im Notfall nichts wie bei den Automobilclubs,Schlüsseldepot oder sicherheitshalber einen Ersatzschlüssel bei Freunden oder Verwandten deponieren.Aber bedenken im Falle eines Schloss defektes nützt ein Ersatzschlüssel nichts.

Bildquelle: Daran Kandasamy / Foter / CC BY-ND

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