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Niemals Schlüssel draußen verstecken !!!

Die Fenster angekippt, die Schlüssel unterm Abtreter. Wir machen es den Einbrechern nicht wirklich schwer. Aber selbst bei größter Vorsicht gibt es immer wieder Einbrüche und Einbruchsversuche in Fahrzeuge und Gebäude. Oft scheinen es professionelle Banden zu sein, die auf wertvolle Elektronik, Schmuck und Autos aus sind. Matthias Haase fragt Steffen Pönisch von der Polzeidirektion Jena, wo Einbruchsschwerpunkte sind und wie man Einbrechern und Langfingern das Leben möglichst schwer machen kann.

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche nimmt jährlich zu. Die Aufklärungsquote liegt bei ca. 16 Prozent. Schlimm sind aber nicht nur aufgebrochene Türen und zerwühlte Schubfächer, sondern vor allem der Eingriff in die Privatsphäre. Was neben dem materiellen Schaden bleibt ist eben auch dieses mulmige Gefühl, dass es wieder geschehen kann.

Wer ist gefährdet?

Smartphones stehen bei Dieben hoch im Kurs.

Es sind nicht teure Villen, die von Einbrechern heimgesucht werden, sondern meist ganz normale Einfamilienhäuser oder Mietwohnungen. Die Besitzer sind oftmals im Glauben: „Bei mir ist eh nichts zu holen.“. Doch die Werte des Eigentums werden meist immens unterschätzt. Gerade technische Geräte wie Laptops, Flachbildfernseher oder Smartphones stehen ganz oben auf der Liste der Einbrecher. Im Übrigen wird hauptsächlich nicht nachts, sondern amTage eingebrochen. Nämlich genau dann, wenn die meisten Menschen nicht zu Hause sind.

Welche Bereiche am Haus sind besonders zu schützen?

Wenn die Dunkelheit keinen Schutz bietet entdeckt zu werden, bevorzugen die Einbrecher die geschützen Bereiche des Hauses. Dies sind vor allem die Rückseiten des Hauses. Hier ist man vor neugierigen Blicken geschützt und unbeobachtet. Außerdem lassen sich Terrassentüren deutlich einfacher aufhebeln. Ungesicherte Fenster machen den Langfingern das Leben ebenso leicht. Zum Beispiel sind angekippte Fenster immer eine Schwachstelle, über die die Täter schnell Eintritt in das Haus erlangen. Bei Mehrfamilienhäusern sind nicht nur Erdgeschosswohnungen gefährdet – eher im Gegenteil. Die Wohungen in den oberen Etagen sind bei Einbrechern beliebter, da dort nicht so viele Mitbewohner vorbeikommen, wie am Erdgeschoss.

Schutzmaßnahmen

  • Wenn Sie ihr Haus verlassen, schliessen Sie auf jeden Fall ab, am besten zwei Mal.
  • Hinterlegen Sie keine Schlüssel vor dem Haus – Einbrecher kennen die Verstecke, auch wenn sie noch so gut sind.
  • Fenster und Terrassentüren niemals beim Verlassen des Hauses angekippt lassen
  • Lassen Sie die Rolläden, insofern Sie welche besitzen, nachts herunter. Am Tag sollten die Rollläden oben sein, sonst wird der Eindruck erweckt Sie wären nicht zu hause.
  • Wichtige Dokumente, Sparbücher oder teuren Schmuck nicht in die Schublade, sondern besser in einen Tresor legen.

Sicherheitstechnik

Sicherheitstechnik kann sehr teuer sein, doch auch schon einfache Methoden machen es den Einbrechern schwer, Einlass in ihren Privatbereich zu erlangen. Sicherheitstüren und -fenster oder Gitter an Kellerfenstern anbringen sind Grundlagen, an die man schon beim Hausbau denken kann. Einbruchhemmende Türen gibt es in verschiedenen Widerstandsklassen (WK 1 – WK 6). WK 6 steht für die höchste Widerstandsklasse. Türen ab der Widerstandsklasse 2 sind schon empfehlenswert.

 

Fenster beim Verlassen des Hauses immer verschließen

Fenster können in der Regel einfach aufgehebelt werden. Daher reicht es nicht aus, wenn die Fenstergriffe absperrbar sind. Lediglich innen liegende Beschläge, sogenannte Pilzkopfzapfen, geben einen wirksamen Aushebelschutz. Bei Rollläden ist darauf zu achten, dass die sich nicht einfach nach oben drücken lassen. Um das Aushebeln bei Türen zu erschweren, sollten Schliessbleche im Mauerwerk verankert werden und das Türschloss einen geschützten Profilzylinder besitzen. Auch ein Zweitschloss, am besten mit einem Sperrbügel, macht Sinn.

Alarmanlagen sind ebenso zu empfehlen. Gegenüber der landläufigen Meinung, dass Alarmanlagen Diebe anziehen, schrecken diese schon vorweg ab.

Bildquelle: angeloangelo via Compfight cc

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