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Die 24 Stunden Abzocker vom Dienst

Die Abzocker vom Dienst

Sollten Sie schon einmal für zehn Sekunden Handwerkertätigkeit knapp 180 Euro bezahlen? Ich schon.

Oliver Haustein-Tessmer
Oliver Haustein-Tessmer
Vor ein paar Tagen stand ich morgens vor der zugezogenen Haustür, der eine Schlüssel steckte von innen, den anderen hielt ich, im Vorgarten stehend, in der Hand. Mist! Meine Nachbarn habe ich um die Gelbe Seiten gebeten, den erstbesten Schlüsseldienst angerufen, der eine Trierer Telefonnummer angab. Ein Monteur kam aus Schweich, fummelte kurz mit einem Spezialwerkzeug. Schwupp, war die Tür auf.
Fehler Nummer eins aber unterlief mir bereits bei der Suche im Telefonbuch. Denn dort finden sich an erster Stelle Anbieter für Schlüsselnotdienste, die zwar eine Ortsdurchwahl haben, hiesige Monteure vermitteln, aber ihren Service anderswo in Deutschland verwalten. Dafür verlangen sie Zuschläge für Monteur und PKW-Unterhaltung, die außer der Türöffnung berechnet werden.
Auf einer ganzen A-4-Seite rechtfertigt der von mir beauftragte Dienst dies. Bei der Verbraucherzentrale in Rheinland-Pfalz heißt es, dass ähnlich hohe Rechnungen vor Gericht schon als sittenwidrig angesehen worden seien. Die Verbraucherschützer halten 100 Euro für eine einfache Türöffnung für angemessen.
Am besten, man notiert sich für solche Notfälle die Rufnummer eines verlässlichen örtlichen Handwerkers, zum Beispiel eines Schlossers. Außerdem – das war mein Fehler Nummer zwei – sollte der Kunde  vorher einen Festpreis vereinbaren.
Muss ich die überzogene Rechnung zahlen? Leider ja. Denn ich habe unterschrieben. Erst nach Bezahlung kann ich über einen Anwalt versuchen, den Betrag zu beanstanden.
Quelle Volksfreund.de
Bildquelle: gadl via Compfight cc

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