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Das Geschäft mit schlechten Tresoren

Wenn man Fachleuten aus der Sicherheitsbranche Glauben schenkt, ist es eine Tatsache: Viele Tresore sind nicht gut. Noch schlimmer: Sie halten nicht das, was der Verkäufer versprochen hat. Das gilt in der Schweiz und in Österreich sowie in Deutschland auch. Etwa 80 Prozent der Tresore konnten einem Angriff nicht standhalten. So zeigen es statische Erhebungen der Polizei. Obwohl sie so stabil aussahen, wurden sie geknackt.

Weshalb ist der Widerstand nicht ausreichend?

Bei den sogenannten Schlüsseltresoren haben es die Einbrecher am einfachsten. Sie suchen und finden oft den Schlüssel. Der Rest ist Sekundensache. Die Gangster kennen fast alle Verstecke. Oft werden Geldschränke unfachmännisch oder überhaupt nicht verankert. So werden sie vom Tatort abtransportiert und andernorts aufgebrochen. Selbst 500 Kilogramm und mehr schwere Geldtresore stellen die Einbrecher nicht vor unlösbare Probleme. Sie nutzen geeignete Transportmittel: Sackkarren, Tragegurte, Gabelstapler und Lieferwagen.

Bei alten Tresoren reicht zum eigentlichen Aufbruch ein stabiler Schraubenzieher oder ein Brecheisen als Tatwerkzeug. Etwa 20 Prozent der vermeintlich sicheren Tresore werden mittels roher Gewalt aufgeschlagen oder mit eher klassischem Handwerkszeug (Trennscheibe, Schweißgerät) geöffnet. Für Einbrecher sind einige Dinge  vor Ort maßgeblich, wenn sie einen Safe öffnen wollen. Hier geht es um Risikominimierung des Langfingers. Alles muss schnell, lautlos und risikolos verlaufen. Hat er die Möglichkeit, wird er den Tresor mitzunehmen, wird er es tun. Das Öffnen erfolgt dann in der Werkstatt oder im Wald.

Worauf kommt es an

Jeder sichere Tresor benötigt eine massive Tresorverankerung, die im Idealfall im Boden und der Rückwand eingebaut ist. Ein zweiter Anker steht somit der Aushebelbewegung entgegen. Einbruchsicher sind Geldschränke nur dann, wenn sie mit einer hochwertigen Tresorpanzerung mit spaltfreien Tresortüren ausgestattet sind.

Allerdings zeigt sich die Qualität eines scheinbaren „Supertresors“ im Falle eines Diebstahls oder Aufbruchs. Vorher sind die Sicherheitseigenschaften nicht sichtbar. Wer einen neuen Tresor kauft, sollte vom Hersteller bzw. Verkäufer einen Blick hinter das Türblech verlangen und die Konstruktion prüfen. Dann zeigt sich auch, wie es um die Gewährleistung der Feuersicherheit bestellt ist.

Damit man keine finanziellen Einbußen trotz abgeschlossener Versicherung erleidet, sollte man für den Fall der Fälle eine höhere Sicherheitsstufe wählen.

Was sind geeignete Präventionsmassnahmen für Einbrüche

Einbrecher suchen keinen Tresore, sie sind an Geld und Schmuck interessiert. Den Tresor darf man daher auch nicht verstecken. Besser ist es, ihn an einem gut sichtbaren Ort aufzustellen. Geeignete Stellen sind Büro oder der Nahbereich des Schlafzimmers. Damit weiß der Einbrecher sofort, Wertgegenstände liegen nicht irgendwo herum, sondern sie sind dort eingeschlossen.

Wenn man einen Tresor kaufen möchte, entscheidet man sich besser für die Ausstattung Sicherheitszahlenschloss. Ein Einbrecher wird bei Tresoren mit Schlüsselschloss systematisch und ohne Rücksichtnahme nach dem Schlüssel suchen. Die Folge ist ein heilloses Chaos. In mehr als 20% der Fälle finden sie die Schlüssel dann auch noch. Bei der Polizei, Sicherheitsunternehmen oder beim Schlüsseldienst Frankfurt erhalten Interessenten praktische Hinweise und Tipps zum Tresorkauf.

Aufbruchsversuch oder Abtransport oft erfolgreich

Mann sollte in einen modernen Tresor investieren, bei dem Einbrecher keine Möglichkeiten zum Aufbrechen haben. Diese versuchen meist durch ein gezieltes Aklopfen der Tresorwände, mögliche Schwachstellen ausfindig zu machen. Auch Scharniere oder Türspalten gelten als beliebte Angriffsziele. Mit großer Gewalt oder thermischen Mitteln wird alles unternommen, den Tresor offen zu bekommen. Wenn das nicht innerhalb einer gewissen Frist gelingt, ist der Abtransport die Lösung. Laut Polizeistatistik verlaufen Aufbruchsversuch oder Abtransport in kaum mehr als 10 Prozent der Fälle nicht erfolgreich.

Fazit: Im Einsatz sind viel zu viele Tresore von minderer Qualität. Wer einen Tresor kauft, sollte auf Qualitätsmerkmale achten. Es gibt Firmen, die ab einem bestimmten Widerstandsgrad 20 Jahre Garantie gegen Aufbruch gewähren.

Fotoquelle: Axel Schwenke / Foter / CC BY-SA

One thought on “Das Geschäft mit schlechten Tresoren

  1. Ist schon eine erschreckende Statistik. Danke für den Artikel.

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