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ARD berichtete über Abzocke beim Schlüsseldienst

Wie erkenne ich einen seriösen Schlüsseldienst?

Das ist die Frage, die sich immer mehr Bürger stellen und die auch in den Medien vereinzelt diskutiert wird. Allerdings ist der prozentuale Anteil derer, die auf Schlüsseldienstabzocker hereinfallen, in der Altersfraktion der Rentner gelegen. Denn die Gutmütigkeit der alten Leute und auch deren Nachsicht werden oft ausgenutzt. Aus diesem Grund ist es auch möglich, dass ein Mitarbeiter des Schlüsseldienstbetriebes 1812,96€ von einer Rentnerin verlangte, nachdem er ihr die Tür geöffnet hatte. Unter dem Verlangen dieses Betrages ist bereits Nötigung zu verstehen.

Die Polizei in Darmstadt teilte bereits mit, dass der Monteur die 60 Jahre alte Frau in Weiterstadt dazu brachte, den Rechnungsbetrag mit der EC-Karte zu begleichen. Allerdings erstattete die Seniorin Anzeige und nun wird gegen den Betrieb ermittelt wegen Nötigung und Wucher.

Die Gutmütigkeit kann ins eigene Fleisch schneiden, wenn man nicht aufpasst

Wie sich Verbraucher vor solchen Abzockern schützen können, das ist bereits vielfach berichtet worden. Dennoch ist es auch allgemein bekannt, dass wir in Notsituationen bzw. im REAL LIFE einfach anders reagieren, als es uns Ratgeber, gute Tipps, Rhetoriker und Fachleute aus Soziologie und Psychiatrie vorschreiben. Gerade ältere Menschen vergessen zwecks der bereits erwähnten Gutmütigkeit ihre Vorsätze. Besonders in der Not wird schnell irgendein Schlüsseldienst angerufen, dessen Telefonnummer in Erinnerung ist oder die neben dem Haustelefon liegt. Und wenn dies ein unseriöser Anbieter ist, so wird durch die Vergessenheit der bisherigen Erfahrung nochmals angerufen.

Die Kriterien, sich vorher über Preise zu informieren, nach der seriösen Anzeige in den gelben Seiten zu schauen, nach korrekten Daten, Kundenmeinungen und Preisen wird nicht nur vergessen, sie ist auch gar unrealistisch. Denn wer informiert sich vorher über einen Schlüsseldienstanbieter? Die wenigsten Menschen tun das, vorausschauend einer Situation den Schlüssel zu vergessen und sich die Nummer im Portemonnaie zu notieren. Und wenn sie es doch tun und das einem Bekannten erzählen, werden sie für diese Strategie, die nicht allerweltsgeprägt ist, gleich schief angesehen.

Vorbeugung ist die Devise. Die Information um den Preis. Um sich dafür zu schützen, an einen Abzocker zu geraten und somit eine doppelte Sicherheit zu bekommen.

Bestehen Sie auf schriftliche Nachweise

Für die Verurteilung sind Beweise wichtig, eine Papierrechnung oder eine Online Rechnung. Letztere haben ältere Leute meist nicht. Deshalb gibt es bereits wenige Verurteilungen von Schlüsseldienstanbietern. Aber auch die Quittung kann hier bereits ausreichen.

Unter folgendem Link ein paar Urteile zum Thema: http://www.schlüsseldienst-offenburg.de/urteile.html

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/schluesseldienst-knoepft-frau-1800-euro-ab-12900610.html

Bidlquelle: h.koppdelaney via Compfight cc

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